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TECHNOLOGIE

OpenAI setzt Rechenzentrumsausbau fort und legt Selbstverpflichtungen für Standorte vor

Finanzvorstand Friar kündigt laut CNBC weitere Investitionen in KI-Infrastruktur an; parallel veröffentlicht OpenAI Zusagen für eigene Standorte, während Anthropic Moratorien als Risiko für seine Rechenpläne nennt.

6 Nov, 20:10 · 2 sources · 3 min

OpenAI setzt Rechenzentrumsausbau fort und legt Selbstverpflichtungen für Standorte vor

OpenAI will seine Investitionen in die Recheninfrastruktur für künstliche Intelligenz fortsetzen, obwohl die Wähler bei den Midterm-Wahlen am Dienstag Datenzentren bei lokalen Abstimmungen in großer Zahl abgelehnt haben. Das Unternehmen ist nach eigener Darstellung auf diese Anlagen angewiesen, um seine Modelle zu trainieren und Kunden zu bedienen; damit berührt die öffentliche Stimmung in den USA unmittelbar die Geschäftsgrundlage der führenden KI-Anbieter. Finanzvorstand Sarah Friar sagte am Freitag in einem Interview mit CNBC am Rande des Citi TMT Leadership Summit im kalifornischen Pebble Beach, die Wahlergebnisse hätten für OpenAI nichts dramatisch verändert.

Friar zufolge muss das Unternehmen weiter investieren, um die Kundennachfrage zu bedienen. Das beginne früh mit Beziehungen zu allen Hyperscalern und werde weiter bedeuten, Kapital zu beschaffen; ein guter Finanzvorstand beschaffe Geld, wenn sich die Gelegenheit biete, und eine Finanzierungsrunde laufe noch. Die Nachfrage nach KI sei real, sagte sie. Ebenfalls am Donnerstag veröffentlichte OpenAI einen Politikentwurf und Selbstverpflichtungen für künftig selbst betriebene Standorte, die das Unternehmen nun Compute-Campusse nennt. Die Times of India berichtet, der National Community Compact sehe vor, Amtsträger nicht zur Unterzeichnung von Vertraulichkeitsvereinbarungen zu verpflichten – außer für eng begrenzte Sicherheitsinformationen und Geschäftsgeheimnisse –, die Stromkosten vollständig zu tragen, Wasser- und Stromverbrauch auf Standortebene zu veröffentlichen und vor Betriebsbeginn unabhängige Lärmstudien vorzulegen.

Intern sah sich Vorstandschef Sam Altman am Mittwoch nach Angaben des Wall Street Journal, die die Times of India wiedergibt, Fragen von Mitarbeitern zu Rechenzentren und zur öffentlichen Stimmung gegenüber KI ausgesetzt. Altman räumte dem Bericht zufolge Sorgen über den Wasserverbrauch ein und sagte, er verstehe, warum Menschen nicht in der Nähe einer solchen Anlage wohnen wollten; zeitweise dachte er laut darüber nach, Rechenzentren in der Wüste zu bauen. Dem Bericht zufolge erörterten Führungskräfte, ob OpenAI seine Erwartungen an die Rechenkapazität für das kommende Jahr zurücksetzen müsse. Nach dem Bericht der Times of India gewannen Kandidaten, die ein Einfrieren neuer Rechenzentrumsprojekte versprachen, die Gouverneursrennen in Texas, Georgia, Ohio und Michigan. Die designierte Gouverneurin von Texas, Gina Hinojosa, sagte in einem Interview, bereits genehmigte Projekte dürften in Texas fertig gebaut werden, was den Großteil der dort 2027 und wahrscheinlich auch 2028 fälligen Kapazität abdecken dürfte; strengere Regeln sollen für neu genehmigte Standorte gelten.

Von den 41 Rechenzentrumsbezogenen Volksabstimmungen in zehn Bundesstaaten fiel nach einer Auswertung von Ballotpedia, die CNBC um weitere Ergebnisse ergänzte, alles bis auf eine gegen die Anlagen aus. Der Widerstand war über den Sommer aus Sorge um Umwelt, steigende Stromrechnungen und Arbeitsplatzverluste gewachsen. Die Nasdaq verzeichnete am Donnerstag den stärksten Rückgang seit 19 Monaten, angeführt von Chip- und Neocloud-Aktien, und erholte sich am Freitag teilweise. In Effingham County in Georgia gestalteten Einwohner einen Zuschuss von 4,8 Millionen Dollar für kostenlose Schulspeisung aller 14.000 Schüler mit; im Pike County in Ohio nannten Familien Kinderbetreuung als Priorität.

OpenAI-Präsident Greg Brockman sagte auf einer Konferenz des Wall Street Journal, das Unternehmen müsse besser erklären, warum Rechenzentren Gemeinden nützen können; Metas Präsidentin Dina Powell McCormick sagte dort, der Bau neuer Anlagen in den USA werde schwieriger. Anthropic hat Moratorien als Risiko für seine Rechenpläne benannt; laut Prospekt stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten um rund 1.200 Prozent auf 33,2 Milliarden Dollar, und die Verpflichtungen von rund 895,4 Milliarden Dollar entfallen nahezu vollständig auf Rechenleistung und Infrastruktur. Anthropic will Mitte November an die Nasdaq, OpenAI prüft Friar zufolge weiter einen Börsengang 2027.

Sources

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