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TECHNOLOGIE

Meta erwartet nach den Zwischenwahlen strengere Prüfungen für neue US-Rechenzentren

Metas Präsidentin Dina Powell McCormick erwartet nach dem Ausgang der Zwischenwahlen aufwendigere Genehmigungen für Rechenzentren und verweist auf den Widerstand in den Gemeinden.

6 Nov, 04:17 · 2 sources · 2 min

Meta erwartet nach den Zwischenwahlen strengere Prüfungen für neue US-Rechenzentren

Der Bau neuer Rechenzentren in den USA dürfte nach Einschätzung von Meta schwieriger werden. Dina Powell McCormick, Präsidentin und Vize-Vorsitzende des Konzerns, sagte auf der Konferenz WSJ Tech in Napa (Kalifornien), in den USA derzeit ein neues Rechenzentrum zu beginnen, sei „sehr schwierig". Für die KI-Expansion ist das ein zentraler Punkt: Rechenzentren sind die physische Grundlage der Rechenkapazität, auf die Meta seine KI-Agenten stützt; Genehmigungs- und Anwohnerfragen werden damit zum bestimmenden Faktor der Investitionsplanung.

Ausgangspunkt ihrer Einschätzung ist der Ausgang der Zwischenwahlen: Nach Darstellung beider Berichte haben die Demokraten Sitze im Senat und im Repräsentantenhaus sowie Gouverneursämter gewonnen, und Powell McCormick leitet daraus schärfere Prüfungen für neue Vorhaben ab. Der Widerstand gegen Rechenzentren stand nach ihren Worten in diesem Wahlkampf zur Abstimmung und hängt mit der allgemeinen Haltung zur KI zusammen. „Die sichtbare Manifestation von KI ist ein Rechenzentrum, und die Menschen können sagen: Das will ich nicht in meiner Gemeinde", zitiert TechCrunch sie; dahinter stehe ein größeres grundsätzliches Thema, nämlich wie Menschen insgesamt über KI dächten. Leichter sei die Erweiterung bestehender Standorte, weil dort Betriebserfahrung und wirtschaftlicher Nutzen bereits nachweisbar seien, heißt es bei AI Times.

Meta baut nach den Angaben seiner Präsidentin seit 20 Jahren Rechenzentren und ist in 23 Bundesstaaten vertreten; fünf Vorhaben sind mit einer Leistung von einem Gigawatt oder mehr geplant, darunter eines in Texas. Konzernchef Mark Zuckerberg bezifferte die Kapitalausgaben in diesem Jahr laut AI Times auf bis zu 145 Milliarden Dollar; zu den Großprojekten zählen „Hyperion" in Louisiana und „Prometheus" in Ohio. In Ohio und Texas verlangten künftige Gouverneure jedoch bedingte Moratorien für neue Rechenzentren, berichtet die AI Times.

Als Modelle, die Zustimmung sichern, nannte Powell McCormick: Meta zahle den eigenen Strom, leite Steuerüberschüsse an Lehrkräfte und Einsatzkräfte weiter, halte Arbeitskräfte lokal und werbe um überparteiliche Unterstützung. Die AI Times berichtet zudem – als einzige der beiden Quellen –, Meta erwäge, Investitionen stärker ins Ausland zu verlagern; alle großen Cloud-Anbieter überlegten, ob sie außerhalb der USA bauen müssten. Greg Brockman, Präsident von OpenAI, sagte nach Angaben der AI Times, in Texas und Georgia reiche es nicht, Infrastruktur als gute Sache darzustellen; man müsse in die Gemeinden gehen und mit den Bewohnern arbeiten.

Meta setzt zugleich darauf, dass die eigene Rechenkapazität notfalls anderweitig Erlöse bringt: Täglich gingen Anfragen zur Anmietung dieser Kapazität ein, sagte Powell McCormick laut TechCrunch; das Unternehmen hofft nach eigener Darstellung, seinen KI-Agenten Muse weit über die heute 10 Millionen Nutzer hinaus zu skalieren. Zu beobachten sind zunächst die Genehmigungsverfahren in Ohio und Texas sowie die angekündigte Verschärfung der Prüfungen; belastbare Ergebnisse dazu liegen noch nicht vor.

Sources

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