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OpenAI korrigiert Finanzierungsziel auf bis zu 20 Milliarden Dollar nach unten

Laut Financial Times, auf die sich CNBC beruft, sucht OpenAI nur noch bis zu 20 Milliarden Dollar; laut Wall Street Journal, wie AI Times meldet, sind bislang rund elf Milliarden Dollar zugesagt.

1 Nov, 09:49 · 3 sources · 2 min

OpenAI korrigiert Finanzierungsziel auf bis zu 20 Milliarden Dollar nach unten

OpenAI hat sein Finanzierungsziel nach übereinstimmenden Berichten gesenkt: Statt bis zu 30 Milliarden Dollar sucht das Unternehmen laut Financial Times, auf die sich CNBC beruft, nun bis zu 20 Milliarden Dollar. Die Runde ist noch nicht geschlossen, die Angaben können sich ändern; die Bewertung soll bei 1,25 Billionen Dollar liegen statt der ursprünglich genannten 1,4 Billionen. Der Vorgang betrifft die Kapitalbeschaffung eines der größten privaten KI-Entwickler, der nach eigenen Plänen erhebliche Mittel in Modelltraining und Rechenkapazität stecken will.

Die Senkung fällt in eine Woche wachsender Zweifel an den Erträgen der KI-Ausgaben. KI-nahe Aktien gaben am Freitag nach: Intel verlor 25 Prozent nach schwacher Umsatzprognose, Micron 5,5 Prozent, Nvidia 4 Prozent. Der Nasdaq-100 sank laut AI Times um 3,5 Prozent. Kapitalausgaben und Prognosen von Microsoft, Alphabet und Amazon lagen unter den Analystenerwartungen; Alphabet erlebte am Donnerstag den schwächsten Handelstag seiner Geschichte, nachdem die Sucheinnahmen zurückblieben, was das Unternehmen laut CNBC unter anderem auf geringere Monetarisierung im KI-Modus zurückführt.

Angeführt wird die Runde laut CNBC von Investoren aus den Vereinigten Arabischen Emiraten gemeinsam mit Coatue; AI Times nennt den staatlichen Technologiefonds MGX als Kerninvestor und berichtet, auch Founders Fund, Sequoia Capital, Andreessen Horowitz und SoftBank wollten sich beteiligen. Einzelne Investoren haben laut FT ihre Zuteilungen reduziert. OpenAI will AI Times zufolge zusätzlich Family Offices und vermögende Privatpersonen ansprechen sowie ein Angebot für Privatanleger auf Basis der Bewertung von 1,25 Billionen Dollar auflegen. Parallel laufen Gespräche über Rechenkapazitäten in den Emiraten, die OpenAI bei Vertragsschluss ein Optionsrecht auf neu errichtete Infrastruktur sichern würden.

Das Handelsblatt nennt als Zeitdruck den für Mitte November erwarteten Börsengang des Rivalen Anthropic. AI Times wertet die Konkurrenz und die teilweise identische Investorenbasis zusätzlich als Belastung und verweist auf unterschiedliche Wachstumsraten: Anthropic habe seinen Umsatz zwischen erstem und zweitem Quartal auf 11,6 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt, OpenAI im selben Zeitraum um rund 18 Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar gesteigert; anders als Anthropic mit einem leichten operativen Gewinn habe OpenAI seinen operativen Verlust ausgeweitet.

Offen bleibt, wie viel in der ersten Schließung zusammenkommt; die Zahlen sind laut CNBC vorläufig, laut FT könnte die erste Tranche unter 20 Milliarden Dollar bleiben. Nach WSJ-Angaben, die AI Times wiedergibt, waren bislang rund elf Milliarden Dollar zugesagt. Ein nicht namentlich genannter Investor sagte AI Times, die Mittelbeschaffung habe in der Hochphase der KI-Euphorie begonnen, dann habe sich der Markt gedreht. Die Fristangaben gehen auseinander: Laut FT, auf die sich CNBC beruft, setzte OpenAI den Investoren eine Frist bis Freitag; AI Times nennt als ersten Zeichnungsschluss den 31. des Vormonats. Eine Auflösung dieses Widerspruchs erlauben die vorliegenden Berichte nicht.

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