TECHNOLOGIE
Meta erweitert seinen Assistenten Muse um anpassbare „Spaces“ für alle Nutzer
Nutzer des Meta-Assistenten Muse können sich per Beschreibung eigene, app-ähnliche Arbeitsbereiche erzeugen lassen; die Funktion wird allen Nutzern bereitgestellt, Angaben zu einem spezialisierten Modell fehlen.

Meta stellt allen Nutzern seines Assistenten Muse die Funktion „Spaces“ bereit. Damit lassen sich innerhalb der App eigene, app-ähnliche Arbeitsbereiche anlegen, die der Assistent auf eine Beschreibung hin erzeugt. Für das Feld der agentischen KI-Assistenten ist das ein Ausbauschritt: Der Agent bleibt nicht beim Dialog stehen, sondern liefert fertige Werkzeuge – von Meta als „custom experiences“ bezeichnet, von TechCrunch als eine Art themengebundene Auslagerung von Gesprächen („breakout conversations“) eingeordnet, wobei der Autor diese Einschätzung ausdrücklich einschränkt.
Der Mechanismus ist nach Metas Darstellung beschreibend: „Describe an idea in chat, and Muse builds a space for you, whether that’s a tracker, a planner or a project board“, zitiert TechCrunch das Unternehmen. Anschließend lässt sich der Raum durch Nachfragen bei Muse nachjustieren; Einträge können abgehakt, Notizen ergänzt und Änderungen vorgenommen werden. The Verge nennt als Beispiele einen Einkaufs-Hub, ein Schul-Dashboard, einen Musik-Tracker und ein Quizspiel, TechCrunch ergänzt Geschenkverfolgung für Feiertage, Hochzeitsplanung, DIY-Projekte, Reiseplanung und Rezeptsammlungen.
Die Räume sitzen in der Seitenleiste der Muse-Oberfläche und lassen sich in den Haupt-Tab verschieben oder zeitlich steuern; Meta nennt laut The Verge das Beispiel, den Wochenplan unter der Woche vorn zu halten und am Samstag gegen die Wochenendpläne zu tauschen. Wer einen Raum mit einer passenden App verbindet, bekommt nach Metas Worten Aktualisierungen im Hintergrund: „Connect the apps you use, and your spaces keep themselves up to date in the background, so new concert dates, price changes, or savings progress show up without you having to ask.“ The Verge zufolge aktualisiert Muse auf diese Weise Preise, Termine und weitere Angaben.
Konzernchef Mark Zuckerberg bewarb die Funktion am Freitag in einem Beitrag auf X: „Playing around with spaces in Muse lately — tell Muse what you need and it builds it. I’ve made a BBQ game, an event tracker, and a home control dashboard.“ TechCrunch verweist auf Angaben aus der Ertragskonferenz im Oktober: Die Agenten hätten weniger als zwei Monate nach ihrem Start 10 Millionen Nutzer in den USA und Kanada erreicht. Spaces ist laut TechCrunch die zweite neue Muse-Funktion innerhalb einer Woche – wenige Tage zuvor war Muse Voice vorgestellt worden, das Videochat mit dem Agenten und verbale Befehle erlaubt. Als Wettbewerber nennt die Quelle OpenAI mit „dots“ und SpaceXAI mit „Grokbot“.
Als nächsten Schritt prüft Meta laut The Verge, wie sich Räume mit anderen Nutzern teilen und gemeinsam bearbeiten lassen; ein Termin dafür wird nicht genannt. Auch die zugleich angekündigte „spezialisierte“ Version des Modells Muse Wonder bleibt in den Quellen ohne weitere Angaben.
Sources
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