A clearer view of AI.
Subscribe

WEEKLY NEWSLETTER

The AI Insider

A weekly round-up of the AI tools worth your time, and the hype to ignore.

Unsubscribe at any time using the link in each newsletter.

THE INDEPENDENT AI.

TECHNOLOGIE

Google setzt KI-Funktionen in Schulen auf Aus und löst Streit um Suche aus

Der Konzern stellt Gemini und die KI-Suche für K-12-Konten standardmäßig ab; Schulen müssen künftig aktiv zustimmen, doch ob die Suche ohne KI möglich bleibt, ist umstritten.

6 Nov, 02:27 · 2 sources · 2 min

Google setzt KI-Funktionen in Schulen auf Aus und löst Streit um Suche aus

Google hat am Dienstag in einem Blogbeitrag angekündigt, seine KI-Werkzeuge für Schülerinnen und Schüler standardmäßig abzuschalten. Betroffen sind Gemini, Gemini Notebook, Gemini in Classroom und die Suche; für K-12-Konten bleiben sie deaktiviert, bis Schulverwaltungen sie einschalten. Damit verschiebt der Konzern die Voreinstellung: Nicht mehr das Produkt, sondern die Schule entscheidet, ob KI im Unterricht verfügbar ist – ein Musterfall dafür, wie KI-Anbieter die Reichweite ihrer Modelle in öffentlichen Einrichtungen steuern.

Die Suche ist der strittige Punkt, weil Google sie als Teil seines KI-Portfolios behandelt. Chris Phillips, Vizepräsident für Bildung, sagte der New York Times, Suche und KI seien eng verzahnt; verbanne eine Schule die KI, hätten Schüler keinen Zugang zur Suche und sähen einen Hinweis ihrer Schule. Laut Ars Technica deutete die Zeitung dies als Abschalten der Suche; Ars Technica berichtet zugleich, Google habe in einem Tweet klargestellt, Schulen könnten die Gemini-Apps abschalten und die Suche aktiv lassen. Ein Google-Sprecher habe gegenüber Ars Technica erklärt, an der diese Woche angekündigten Politik habe sich nichts geändert.

Hintergrund ist ein Brief der Senatoren Richard Blumenthal und Josh Hawley an das Unternehmen, in dem sie fragten, warum KI-Funktionen auf Schulgeräten zur Voreinstellung gemacht wurden; mehr als 150 Millionen Schüler weltweit nutzen Google Classroom. Im August hatte Google den Gemini-Chatbot in Classroom für Schüler aller Altersstufen geöffnet, wobei die Funktion an Schulen, die Gemini bereits aktiviert hatten, standardmäßig eingeschaltet war. New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani warf Google auf X vor, mit seiner Monopolmacht KI in die öffentlichen Schulen zwingen zu wollen; kein Unternehmen solle die Macht haben, vorzuschreiben, wie wir unsere Kinder unterrichten. Google erklärte auf X, die Änderungen gäben Schulen „mehr Wahlmöglichkeiten, nicht weniger“; es gebe Sorgen, dass Schüler KI nutzten, um Schularbeiten abzukürzen, und Schulen hätten Kontrolle verlangt.

New York und Los Angeles hatten im September Pläne angekündigt, den Zugang zu KI-Werkzeugen auf Schulgeräten zu beschränken. Ein Sprecher des Los Angeles Unified School District teilte AFP mit, man prüfe Googles Ankündigung und ihre möglichen Folgen für Schulen, Lehrkräfte und Schüler; der Bezirk halte KI für geeignet, Lehren und Lernen zu verbessern, wenn sie sorgfältig und mit klaren Schutzvorkehrungen eingeführt werde. Die New York City Public Schools verlangen weitere Details, wie ein Sprecher AFP sagte; der Gemini-Chatbot und der KI-Modus seien auf den von Schülern genutzten Chromebooks bereits deaktiviert, zudem habe man Google gebeten, die KI-Übersicht in Suchergebnissen für Schüler abzuschalten.

Google teilte AFP mit, die neuen Kontrollen weltweit auszurollen, beginnend in den Vereinigten Staaten, nannte aber noch kein Datum. Nächster zu beobachtender Schritt ist damit der Beginn dieser Ausrollung, deren Termin das Unternehmen bislang offenlässt.

Sources

SHARE THISPost on X ↗Share on LinkedIn ↗

Back to latest news ↗