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TECHNOLOGIE

Bericht: Microsoft lässt Miete von KI-Rechenleistung bei Oracle auslaufen und prüft Cloud-Partnerschaften

Ein Bloomberg-Bericht, der sich auf Insider stützt, beschreibt das Auslaufen der Vereinbarung; Oracle verweist auf starke Nachfrage, Microsoft äußerte sich zunächst nicht.

6 Nov, 21:57 · 3 sources · 2 min

Bericht: Microsoft lässt Miete von KI-Rechenleistung bei Oracle auslaufen und prüft Cloud-Partnerschaften

Der US-Softwarekonzern Microsoft lässt einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge seine Vereinbarung über die Anmietung von Rechenleistung für Künstliche Intelligenz bei Oracle auslaufen. Bloomberg beruft sich dabei auf Insider; dem Bericht zufolge ist der Schritt Teil einer umfassenderen Überprüfung von Cloud-Partnerschaften in Milliardenhöhe. Für die Berichterstattung über KI-Infrastruktur ist der Vorgang von Belang, weil er nicht ein Modell oder Produkt betrifft, sondern die Beschaffungsseite: die Mietverhältnisse, über die Rechenkapazität für KI-Systeme bereitgestellt wird. Belege dafür, dass Microsoft sein Engagement im KI-Geschäft insgesamt zurückfährt, enthalten die Berichte nicht.

Zur Begründung heißt es in dem Bericht, Microsoft habe in den vergangenen Monaten begonnen, die bei Oracle gemieteten Ressourcen schrittweise nicht mehr zu nutzen, weil der Konzern entschieden habe, den Vertrag nicht zu verlängern. Mit sich änderndem Bedarf hätten die ursprünglich gemieteten Kapazitäten die Anforderungen zunehmend nicht mehr erfüllt, weshalb ihr Nutzen gesunken sei. Ein Oracle-Sprecher sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Nachfrage nach der KI-Infrastruktur des Unternehmens bleibe stark, auch bei Grafikprozessoren älterer Generationen. Microsoft war nach Angaben der Berichte zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Der Handelsblatt-Bericht ordnet den Vorgang als weiteres Anzeichen dafür ein, dass Microsoft die Beschaffung von Rechenleistung überdenkt, um aus seinen umfangreichen KI-Investitionen mehr herauszuholen. Das KI-Cloud-Unternehmen Iren teilte am Donnerstag mit, es habe einige Infrastruktur-Lieferungen verschoben, nachdem Microsoft Änderungen am Netzwerkdesign verlangt habe. Bloomberg zufolge verschärft Microsoft angesichts von Verzögerungen und steigender Kosten zudem die Kontrolle über bestimmte Rechenzentrumsprojekte, die von Neocloud-Anbietern wie Iren, Nebius und Nscale betrieben werden.

Die Berichte stützen sich auf nicht namentlich genannte Insider; weder Microsoft noch Oracle bestätigten Umfang, Laufzeit oder Volumen der Vereinbarung. Konkrete Zahlen zum Auftragswert nennen die Berichte nicht, die Rede ist lediglich von Cloud-Partnerschaften in Milliardenhöhe. Hinweise auf Folgen für Kunden oder Rechenzentrumsstandorte in Deutschland, Österreich oder der Schweiz enthalten die Berichte nicht. Ein Termin für eine Bestätigung des Vorgangs oder für weitere Schritte wird nicht genannt.

Sources

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