MEDIEN & UNTERHALTUNG
KI-Film „Gods Don’t Give Gifts“: Grimes liefert Bild und Stimme für Dezemberstart
Der als erster KI-Kinofilm angekündigte Anthologiefilm „Gods Don’t Give Gifts“ soll am 4. Dezember erscheinen; Grimes steuert laut The Verge ihr Abbild und eine Stimmdarbietung bei.

Der KI-generierte Science-Fiction-Film „Gods Don’t Give Gifts“ soll am 4. Dezember in die Kinos kommen; Grimes wird nach Angaben von The Verge sowohl ihr Abbild als auch eine Stimmdarbietung beisteuern. The Verge berichtet, der Film werde als „the first AI film to come to theatres“ angekündigt. Für die Berichterstattung über KI in der Filmproduktion ist der Vorgang relevant, weil er die kommerzielle Tragfähigkeit KI-generierter Filme testet und das Modell aus Schauspieler-Abbild und Stimmdarbietung als Produktionsform vorführt; ob die Technologie damit als eigenständiges Erzählwerkzeug belegt ist, bleibt laut The Verge offen.
Das produzierende KI-Studio Fable erklärte in einer Pressemitteilung, die Besetzung des Abbilds eines Schauspielers zusammen mit seiner gesprochenen Stimmdarbietung werde bei animierten Filmen unter Einsatz von KI häufiger werden. Zuschauer würden Schauspieler, Sportler und Musiker Stimmdarbietungen mit ihren Abbildern liefern sehen, so Fable. The Verge ordnet die Beteiligung von Grimes als möglichen Gewinn an Legitimität für das Projekt ein. Als Regisseur wird Jack London genannt, der online als Gossip Goblin bekannt ist.
Die Anthologie ist in einer Zukunft angesiedelt, in der Körper nach Darstellung von The Verge „disposable“ und Bewusstsein „commoditized“ seien; sie zeige, was geschehe, wenn vier miteinander verbundene Geschichten mit den „horrifying consequences“ des menschlichen Versuchs zusammentreffen, das Fleisch zu überwinden. The Verge sieht darin eine Nähe zu Grimes’ früheren Themen Transhumanismus und künstliche Intelligenz. Die Musikerin arbeite zudem an einem KI-Themenalbum mit dem Titel „Psy Opera“.
The Verge verweist darauf, dass es trotz vielfältiger Erwartungen an KI in Hollywood bislang kein Projekt gebe, das die Technologie als unverzichtbares Erzählwerkzeug ausweise. Frühere Beispiele, darunter zwei unterschiedliche Umsetzungen der „Odyssee“ — eine davon mit Elon Musks Grok —, hätten „viel zu wünschen übrig“ gelassen. Als nächster konkreter Termin ist der Kinostart am 4. Dezember genannt.
Sources
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